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leraustausch mit China

 

 

Homestay

                                                                                                                                
von
Polly Pane

Meiner Meinung nach gehören die fünf Tage in den Gastfamilien zu dem interessantesten und auch schönsten Teil unserer Chinareise.

Es war unglaublich, mit wie viel Gastfreundschaft uns die Schule entgegenkam.

Ich wusste gar nicht, wie mir geschah, als wir bei unserer Ankunft von einer Leuchtschrift "Warmly welcome the German delegation from Gymnasium Kerpen" und einem Kamerateam begrüsst wurden. Auch wenn das Programm teilweise nicht so interessant für uns war, so gab sich die Schule doch immer die grösste Mühe, um uns einen sehr angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen. Neben der Zeit, die ich mit meiner Gastfamilie verbracht habe, fand ich während der Zeit in Hangzhou die wenigen Unterrichtsstunden an denen wir teilnehmen bzw. die wir uns anschauen konnten am spannendstem. Ich vermute zwar, dass der Unterricht extra für uns vorbereitet wurde, doch trotzdem denke ich, dass wir wenigstens eine vorstellung von "normalem" chinesischem Unterricht bekommen konnten. Es war interessant zu sehen, dass Schule auch ganz anders ablaufen kann, als bei uns. Chinesische Schüler müssen aufstehen, wenn sie etwas sagen möchten; selbst wenn als antwort oft nur ein "ja", "nein" oder ein Textzitat erwartet wird. Abgesehen vom Unterricht hat mir vom Programm her der letzte Tag am Besten gefallen, da unsere Austauschpartner am diesem tag auch dabei waren und wir gemeinsam Dumplings gekocht haben. Insgesamt finde ich es schade, dass wir so wenig Zeit mit unseren Austauschpartnern verbringen konnten. Die Zeit, die ich mit Wang Yi und ihrer Familie verbracht habe, war für mich auf jeden Fall der wichtigste Teil unserer ganzen Reise. Ich habe zwar während der ganzen Zeit in China ständig neue Erfahrungen gemacht und Dinge kennen gelernt, die ich mit vorher nicht hätte vorstellen können, doch in meiner Gastfamilie habe ich mich gleichzeitig auch richtig zu Hause gefühlt! Ich wurde ganz selbstverständlich als Mitglied der Familie betrachtet, und auch wenn die Eltern kaum English sprachen, so konnten wir uns dennoch verständigen und auch verstehen.

Wir hatten immer volles Programm, sodass die Zeit sehr schnell vorbei ging. Nach dem typisch chinesischem Frühstück fuhren meine Austauschpartnerin und ich gemeinsam zur Schule. Wir trafen dann dort auf den Rest der Gruppe und trennten uns von unseren Austuaschpartnern, da diese zum Unterricht mussten.

Zunächst nahmen wir täglich an zwei Unterrichtsstunden teil. Die Vormittags waren mit allen möglichen, von der Schule vorbereiteten Besichtigungen und Besuchen in Hangzhou und Umgebung ausgefüllt. Für die Abende hatte sich "meine" Familie schon vor meiner Ankunft einiges überlegt. Am ersten Abend sind wir gemeinsam Einkaufen gegangen und anschliessend mit einer Rikscha zurück nach Hause gefahren. Am Dienstag haben wir dann in einem Restaurant gegessen. Am nächsten Tag haben wir gemeinsam einen Einkaufsbummel auf einer Einkaufstrasse in Hangzhou unternommen und uns den Westlake bei Nacht angeschaut. Am Donnerstag sind wir sehr edel essen gegangen, da meine Austauschpartnerin ihren Geburtstag um eine Woche "vorverlegt" hatte, um ihn mit mir und einigen anderen aus unserer Gruppe gemeinsam feiern zu können. Am letzten Abend waren wir, wieder gemeinsam mit einigen anderen aus der Gruppe, in einer Karaoke-Bar. Obwohl dieser Abend schon von dem nahenden Abschied geprägt war, hatten wir doch alle viel Spass zusammen.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich innerhalb der fünf Tage in meiner Gastfamilie unglaublich viele Erfahrungen gemacht habe und soviel Neues gelernt habe, wie zu keinem anderen Zeitpunkt der Reise.

Auch wenn Ich meine Austauschpartnerin in der kurzen Zeit nicht so gut kennen lernen konnte, wie ich es mir gewünscht hätte, so fiel uns der Abschied am letzten Tag doch sehr schwer. Ich hoffe von ganzem Herzen, Wang Yi nächstes Jahr hier bei uns wieder zu sehen. Sie soll sich bei uns genauso sehr zu Hause fühlen, wie ich mich bei ihrer Familie immer willkommen gefühlt habe! Ich könnte mir auch vorstellen, ihrer Einladung zu folgen und sie und ihre Familie noch einmal in Hangzhou zu besuchen.

Ich werde die Zeit in Hangzhou nie vergessen.

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