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"China ist der
Wannsinn!"
Wie versprochen kommt hier die
erste e-mail aus China.
von Holger Möwes
Kapitel 1
Wir
sind die ersten zwei tage hier und konnten erste Eindrücke aus China
sammeln. Die Anreise war der wahre Horror. 8 stunden Zugfahrt nach
München, 3 stunden Aufenthalt am Flughafen, 11 stunden nach Peking,
1 stunde Aufenthalt, 3 stunden nach Shanghai und noch mal 1 stunde
zum hotel und nicht enden wollende Sicherheitskontrollen, an jedem
Flughafen. "gut" im hotel angekommen hatten wir 1 stunde Zeit uns
ein bisschen frisch zu machen, dann ging es auch schon los die
ersten Eindrücke von dieser wirklich unglaublich gigantischen Stadt
zu sammeln. 15 Millionen feste Einwohner und ca. 5 Millionen
Zuwanderer auf zeit (Studenten, Manager, Strassenhauser etc.
Spezialisten) oder anders 6.240 Quadratkilometer Stadtgebiet.

Uferpromenade und Skyline von Shanghai
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Wir fuhren mit dem Bus zur berühmten Uferpromenade, von der
man aus die Skyline vom Viertel "Pudong" sehen kann, das in
der letzten zeit aufgrund des Formel 1 Rennens durch das
Fernsehen ging. es war schon dunkel und so war alles von
Lichtspielen und aufwändigen Leuchtreklamen überflutet. ich
versuche in den nächsten Tagen ein paar Bilder zu schicken,
in Worte kann man das nicht fassen. erschlagen von den
Eindrücken gingen wir weiter zur Haupteinkaufsstrasse. diese
war nicht minder bunt beleuchtet; wenn sie den Time-square
in New York kennen, verdoppeln sie die Leuchtreklamen und
sie haben eine ungefähre Vorstellung von der Strasse.
WAHNSINN - dort gingen wir auch in ein chinesisches
Restaurant, in dem wir DIE Attraktion überhaupt waren (die
auf der Tastatur fehlenden ue's, ae's und oe's nerven ganz
schön). Zum essen muss ich sagen, entgegen den meisten
Behauptungen schmeckt das essen nicht viel anders als bei
einem Chinesen bei uns zuhause, vielleicht ein bisschen
intensiver, aber sonst... das mag vielleicht damit zusammen
hängen, dass das
essen auf dieser Strasse wahrscheinlich an |
europäische Geschmäcker angepasst ist.
generell muss ich sagen dass das, was
wir bisher von "China" (Shanghai) gesehen haben, so gar nicht in die
Klischees, die man so hat, passt. Shanghai ist eine Stadt,
vergleichbar mit New York, die vor Superlativen nur so strotzt. aber
ich will hier keinesfalls ein Urteil abgeben, wir sind gerade
angekommen und sind in der westlichsten Stadt Chinas, und waren
bisher auch nur in den westlichsten Vierteln. wir werden sicher noch
mehr als genug vom Klischee- China zu sehen bekommen.
Huete hatten wir ein
volles Programm. Morgens wurde erst mal im Hotel gefrühstückt und
dann ging es mit der U-bahn zum Stadtplanungsmuseum, in dem wir eine
Fühhrung hatten (wir haben unseren Dolmetscher Herrn Mao - der heißt
wirklich so - immer dabei). Im ersten Stockwerk ist ein riesiges
Modell der Innenstadt (größenmäßig vergleichbar mit ganz Köln), wie
sie 2020 aussehen soll und schon Größtenteils aussieht. hier gilt
ganz klar die Devise "alles was alt ist, ist schlecht". sämtliche
alten, teils malerischen aber heruntergekommenen Gebäude werden
abgerissen und durch neue Hochhäuser ersetzt. Das gilt auch für die
Altstadt, die in den nächsten Jahren abgerissen und erneuert werden
soll. zu den Häusern allgemein. 5-10 Stockwerke sind die kleinsten,
die meißten sind 20-30 Stockwerke hoch und als Wolkenkratzer gilt
hier nichts unter 70 Stockwerken. Die "normalen" Häuser sind alles
Eigentumswohnungen. Also schätzungsweise 70%.
Kapitel 2
Gestern ging es nach dem Stadtplanungsmuseum in die nahe gelegene
Strasse, in der traditionell Papier verkauft wurde und wird. Von der
Tradition ist, wie fast überall in Shanghai, leider nicht mehr viel
zu sehen gewesen. Die meisten Geschäfte waren Nepp- Geschäfte für
Touristen, der Rest bestand aus fast food Läden und DVD-Musik
Geschäften. Musik wie Filme sind hier übrigens unschlagbar billig.
für die neusten Filme und Alben bezahlt man umgerechnet maximal 2.5
Euro, blöderweise sind die auf chinesisch, ich nehme an wegen der
ganzen Chinesen hier, sonst wäre mein Koffer schon voll. Generell
ist hier alles alltägliche sehr sehr billig. Ein Macdonalds Sparmenü
Maxi kostet 1.90 Euro, was schon recht teuer ist. Eine Dose Cola ist
selbst an Aussichtspunkten, wo man ja bekanntlich ein Vermögen für
so was zahlt, nie teurer als 0.40 Euro, normal sind 20 Cent. Ich
habe für essen, trinken usw. in drei tagen Shanghai ca. 30 Euro
ausgegeben. Frühstück, mittag- und Abendessen mit eingerechnet. Der
Rest, wie z. B. Elektronik, ist genauso teuer wie bei uns. Wie dem
auch sei, anschließend an diese Papier Strasse fuhren wir per U-bahn
nach Pudong, dem bankviertel (vergleichbar mit New York Downtown,
also das, wo die skyline ist) und gingen in den Jin Mao Building,
dem (noch) höchsten Gebäude Shanghais (420 Meter) einen Kaffee
trinken und die Aussicht genießen. Sitt (das so tolle neue Wort für
"nicht mehr durstig" :-)) fuhren wir zum Transrapid!!! Bahnhof, der
zwischen Shanghai City und dem Flughafen hin und her fährt. 430km/h
schnell ging es in 7 Minuten zum Flughafen hin und ca. 80 km/h
langsam 1,5 stunden mit dem Bus zurück. Die Transrapid- Fahrt war
der totale Wahnsinn. So was will ich unbedingt vom Garten zur
Schule, aber naja... der Bus fuhr uns zur "super brandt mall" Asiens
größtem Kaufhaus. Manche waren begeistert, als sie wieder rauskamen,
andere wie ich nicht. Ist einfach eine Mall, nur eben in gross. Da
nach ging es TOT müde ins hotel schlafen. Tag 3 in Shanghai: morgens
um 6.30uhr fuhren wir los zur Uferpromenade um Chinesen beim
morgentlichen Tai-chi zu beobachten (dieses "Zeitlupen kung fu") ich
hoffe sie wissen was ich meine, mit dem die Chinesen Körper und
Geist fit halten wollen. Dann schlenderten wir noch ein bisschen
durch die Papier Strasse und frühstückten dort. Ich hab in einem
Kaffee "Brödchen" probiert.....furchtbar. Blätterteig ohne jeglichen
Geschmack und staub trocken, aber die Chinesen frühstücken ja ehe
anders, was will ich also erwarten. Anschließend machten wir uns zur
Nan pu Brücke auf, von der man aus das vom Stadtzentrum aus gesehen
hinter der Brücke liegende, ältere viertel der Stadt sehen kann.
Also nicht schön traditionell alt, sondern heruntergekommen. Das
wird bis 2010 komplett abgerissen und neu aufgebaut. Die Hälfte
davon wird für das Expo 2010-shanghai Gelände verbraucht. Als wir
wieder von der Brücke runter waren ging es zur Altstadt. Endlich mal
ein echten China, das so aussieht wie man es sich vorstellt.
Traditionelle Häuser mit den charakteristischen Dächchen und das
totale Chaos......super. Ich muss das nicht beschreiben, das war
genauso wie in den Kung Fu Streifen mit Jakie Chan (wie auch immer
man den schreibt). als wir da wieder raus waren, machten wir eine
Hafenrundfahrt. Uns pochten allen die Füße wahnsinnig, also kam die
Stunde ausspannen wie gelegen. generell muss ich sagen dass Herrn
Reinhardts Hardcore Sightseeing Programm uns alle total auslaugt,
wir es aber ganz toll finden, so viel unterschiedliches zu sehen.
Herr Reinhardt und die anderen Lehrer machen das hier wirklich ganz
toll. Wir sehen unheimlich viel, und haben trotzdem immer ein
bisschen zeit für eigenes rumlaufen. dann ins hotel schlafen. heute
morgen fuhren wir dann in Richtung Suzhou, wo ich jetzt sitze und
Email schreibe. Wir haben und zwei von den vielen in der Stadt
liegenden Gärten angeguckt. Su... ist in China und auf der ganzen
Welt bekannt für seine vielen Kanäle und Gärten. man sagt auch
Venedig des Ostens. Die Kanäle sind zwar fast komplett weg, aber die
Gärten bestehen nach wie vor. Die Kanäle waren früher sehr wichtig
als Transportwege, das übernehmen heute allerdings die Eisenbahn und
die Lkws, die nebenbei bemerkt erst ab 21.00 Uhr fahren dürfen. So
schön die Kanäle sind und sicher waren, hier ist wie schon gesagt
alles auf die Zukunft gerichtet und so werden sie zugemacht und
durch Strassen und Baugelände ersetzt. zu den Gärten fällt mir
eigentlich nur eins ein: wunderschön. man kennt da ja aus filmen und
dem fernsehen, aber so traumhaft habe ich es mir nicht vorgestellt.
beschreiben kann man das nicht. vielleicht hat mein Austausch-
Chinese Internet, dann schicke ich Fotos. nun ja, ich hoffe ich
konnte noch ein bisschen mehr von meinem Eindruck von China
vermitteln und werde mich so bald als möglich wieder melden. viele
liebe Grüße und: auf wiedersehen!
Kapitel 3
Nach längerer Zeit kann ich ihnen nun endlich wieder schreiben, was
hier in China so vor sich geht. Wir haben die letzten 4 tage in
Hangzhou, bei unserer Partnerschule, in den Gastfamilien verbracht.
ich kann ihnen hier natürlich nur meine eigenen Erfahrungen
schildern, ich glaube aber, dass die anderen ähnliche gemacht haben.
das leben in den Familien war einfach super. aber zunächst ganz von
Anfang an. am Montag kamen wir nach 2,5stündiger Fahrt in xi.....
keine Ahnung wie man das schreibt, einem großen Stadtteil von
Hangzhou, an.
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Als wir aus dem Bus das erste mal die
schule sahen, blieb uns die spucke weg. Wir blickten auf
einen riesigen, aus mehreren Gebäuden bestehenden
Schulekomplex aus Glas und Wänden von oben bis unten mit
rosa kacheln gelegt. Nun gut, die Farbe würde ich als nicht
unbedingt günstig gewählt bezeichnen, aber die Architektur
ist beeindruckend. Als wir auf den riesigen Vorhof fuhren,
bildete sich sogleich eine große Traube von chinesischen
Schülern um den Bus. Ich kam mir vor wie ein Kino. nachdem
die Koffer verteilt waren und wir Bekanntschaft mit unseren
Austausch-Partnern gemacht hatten, gingen wir alle zusammen
in einen Saal, in dem der Vorsitzende der Partei für diesen
Stadtbezirk, der Schulleiter und eine andere wichtige Frau,
deren Funktion ich leider vergessen habe, und Herr Reinhardt
reden. Herr Mao, unser Begleiter übersetzte alles für uns.
Anschließend ging es in die Familien. Zu den Eindrücken die
ich in der Familie gesammelt habe kann ich einfach nur
sagen, dass es eines der aufregendsten Erlebnisse in meinem
bisherigen Leben war, und ich es sicher nicht so schnell
vergessen werde. Die Gastfreundschaft ist überwältigend.
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Ein
Eindruck aus Hangzou
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egal in welcher Situation, Die Familie nimmt
Rücksicht, hat Verständnis und bietet einem Unterhaltung, dass es
fast schon unangenehm ist. Jeder Wunsch wird einem von den Augen
abgelesen, und man hat niemals den Eindruck, als würden sie es nicht
aus freien Stücken machen und mit Freude. So wurde ich z.B. am
ersten Abend mitgenommen auf ein Essen in einem superchicen
Restaurant, das der Vater mit seinen Arbeitskollegen hatte. Ich
kannte natürlich die Sitten bei einem solchen Essen nicht, doch
egal, was für "fehler" ich machte, es wurde freundlich und amüsant
aufgenommen. Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich die Familie
schweren Herzens, aber mit den besten Erinnerungen wieder verlassen
habe. Zu dem Umgang der schule mit uns kann man auch nur sehr
positives berichten. Wir wurden behandelt wie Staatsgäste, und
nahmen, wie ich aus Gesprächen mit meinem Austausch- Chinesen
erfuhr, für die Stadtverwaltung auch einen ähnliche Position ein.
Das fing beim Begrüßungsessen, das sehr opulent und formell war, an
und setzte sich auch in unserem täglichen Programm fort. Uns wurden
hightech Farmen, Industriezonen, Gewerbegebiete, oder auch ein
Museum für chinesische Miniatur-Schnitzerei, durch das wir vom
Meister persönlich geführt wurden und andere Dinge mit denen ein
land/eine Stadt, bei wichtigen besuchen für sich wirbt, gezeigt. Wir
hatten Vorträge von wichtigen Personen der Stadtverwaltung, oder mit
der Leiterin des neuen Gewerbeparks. Fast die ganze Zeit wurden wir
von einem Fernsehteam begleitet, das ein "spezial" über unseren
Besuch drehte, das leider erst einige Tage nach unserer Abreise
gezeigt wird, zur "prime time"!! Unsere Lehrer wurden wie hohe
Politiker behandelt, wohnten im besten hotel der Stadt und hatten
ein Abendessen mit dem Bildungsminister der Stadt oder sogar dem für
ganz China, das weiß ich nicht so genau. Wir sind auf jeden fall
zuversichtlich,
was die Zukunft des
Austausches angeht und verließen Hangzhou mit überwältigenden
Eindrücken. Heute sind wir in Yichang, wo wir morgen den drei
Schluchten Staudamm anschauen.
Kapitel 4
Nach
langer Zeit schreibe ich nun wieder, kümmert sich ja anscheinend
sonst keiner drum. Soweit ich mich erinnere war das letzte, von dem
ich geschrieben habe, dass wir zum drei Schluchten Staudamm fahren.
Über den Staudamm kann ich nur sagen, dass es wirklich ein
beeindruckendes Bauwerk ist. Für China, wenn denn alles so lauft wie
es geplant ist, und er die Eigenschaften, die man ihm zuschreibt,
erfüllen sollte, sicherlich ein "grosser Sprung nach vorn", das
Energieproblem wird er sicherlich verbessern können, und er wird
auch seinen teil zu Chinas größtem Problem, dem wasser, beitragen
können. nur um die Gigantomie dieses Projekts etwas anschaulicher zu
machen: der Staudamm wird (so hofft man) in einem Jahr soviel Strom
produzieren wie 13!!! Atomkraftwerke. Und sich ganz nebenbei in nur
15 Jahren amortisiert haben. Aber wie schon gesagt....so hofft
man...
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Der Dreischluchten-Staudamm
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Nach dem Tag am Staudamm sind wir
weiter nach Xian gefahren. Unser Führer hat uns einen netten
Spruch gesagt, der diese Station erklärt. Shanghai ist das
China der Zukunft, Peking das der Gegenwart und Xian das der
Vergangenheit. Das soll nicht heißen, dass Xian keine
moderne große Stadt ist, ganz im Gegenteil, hier ist alles
gigantisch, Xian ist nur eine sehr geschichtsträchtige
Stadt. Sie diente vielen Dynastien als Hauptstadt und so
bietet sie eine Fülle an alten Gebäuden. So z.B. auch die
Stadtmauer. Sie ist die best erhaltene Festung der Welt.
Dann haben wir uns noch eine sehr bekannte Moschee
angeguckt. sie ist wiederum einzigartig auf der Welt. Eine
kurze Erklärung: der Islam ist in China nur recht wenig
verbreitet. Er kam ursprünglich über die Seidenstrasse nach
China. Etwa 10% der Bevölkerung Chinas ist muslimisch, und
gerade aufgrund dieser "Kleinheit" hat er sich hier, im
Gegensatz zum Rest der Welt, sehr den Traditionen Chinas
angepasst. So ist das auch mit der Architektur der Moschee.
Sie ist aufgebaut wie ein chinesischer Buddha Tempel und
auch, wenn man es
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nicht weiß, nicht von solchem zu unterscheiden.
Das Minarett z.B. sieht aus wie eine kleine Pagode, ein sehr
wichtiges Kultobjekt im chinesischen Buddhismus.
Nach unserem zweitägigen Aufenthalt in Xian
ging es weiter nach lou....keine Ahnung wie man das schreibt, wo wir
uns einen Tag lang ein Shaolin Kloster angeguckt und eine Show
erlebt haben. Beschreiben kann man das sehr schlecht, ich kann ja
keine Bilder erzählen, aber der Eindruck der bei mir geblieben ist,
lässt sich gut in zwei Worte fassen: voll krass! Die sind einfach
unglaublich diszipliniert, wahnsinnig gelenkig und bestimmt
unbesiegbare Kämpfer. So einem will ich nicht begegnen, wenn der mal
schlechte Laune hat. Man hat wirklich das Gefühl, "der kann mich mit
seinem kleinen Finger töten" - soviel dazu.
Anschließend ging es nach Peking, unserer
letzten Station. Am Sonntag haben wir uns die verbotene Stadt
angeguckt, den Himmelstempel besucht, waren auf dem Platz des
himmlischen Friedens und schnupperten in eine Email-vasen-Fabrik
herein. Ich muss es jetzt leider kurz machen, wir müssen zurück ins
Hotel. Donnerstag geht es zurück nach hause, dann beschreibe ich das
alles noch mal was genauer.
Kapitel 5
Kurz vor
Ablauf der Ausgehzeit habe ich mich noch mal von meinem
abendlichem Tee aufgerafft um ihnen und den Lesern der
Emails ein letztes mal aus dem land der aufgehenden sonne zu
schreiben. Zuerst das heutige Programm. Heute hatten wir nur
ein kurzes Programm, welches jedoch umso aufregender war.
Auf dem Fahrrad durch Peking war angesetzt, denn wer sich in
China nicht wenigstens einmal mit dem Fahrrad bewegt hat,
war nie wirklich hier. 3 1/2 stunden quetschten wir uns
durch den chinesischen Stadtverkehr, die ganze zeit zwischen
leben und Tod schwebend. ein paar erklärende Wörter zum
verkehr hier. Jeder Ausländer hat nach einer einzigen
Taxifahrt mit bestimmender Sicherheit das Gefühl, das die
Strassenverkehrsordnung, falls es überhaupt eine gibt,
höchstens ein Angebot ist, was jedoch von den wenigsten auch
nur ansatzweise ernstgenommen wird. Rote Ampeln??, sich auf
eine Strassenseite beschränken??....nur was für Langnasen.
hier fährt jeder wie er will und wann er will.
So krass sich das auch anhören mag, so selbstverständlich
ist das hier. Dadurch, dass alle nach diesem Prinzip
vorgehen, gibt es keine Probleme. Ich habe keinen einzigen
Unfall gesehen. Auch ja...hupen ist hier Ehrensache. Das
Hupkonzert ist teilweise so extrem, das es
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Die
Chinesische Grosse Mauer
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sogar ein
Strassenschild gibt, was eine durchgestrichene Trompete zeigt, also
Hupverbot erteilt.....naja, hält sich natürlich wieder mal keiner
dran. soviel zum "autofahren". Vielleicht können sie sich jetzt
vorstellen,dass die Fahrradfahrt ein wirkliches Abenteuer war...
anschließend hatten wir Freizeit, die natürlich genutzt wurde um die
örtlichen Händler zu reichen Männern zu machen. Generell hat sich
die Gruppe hier nicht gerade in Bescheidenheit geübt, jeder hat sich
hier wohl oder übel eine Tasche kaufen müssen, um die ganzen
Mitbringseln irgendwie unterzubringen. Ich muss aber zu unserer
Verteidigung sagen, dass die unglaublich kleinen Preise hier, selbst
den Kniestigsten weich werden liessen. Von essen und trinken will
ich gar nicht reden. Vorspeise, Hauptgericht, Nachtisch und ein
Kaffee bei einem guten Italiener, falls man einen findet, kostet pro
Person c.a. 10 Euro. Ein Sparmenue bei Macdonalds 1,9 Euro... und
das ist schon krass teuer. bei Mitbringseln ist das wieder etwas
anders. Weil man als Tourist immer erst mal den dreifachen preis
genannt bekommt, der immer noch billig ist, muss man für ein echtes
Schnäppchen gut handeln können. So kann man für 10 Meter feinste
chinesische Seide, wenn man sich dumm anstellt, 100 Euro bezahlen;
Wer gut handeln kann, ist aber auch mit 40 Euro dabei. Wie
gesagt....unglaublich billig hier. um zum Ende zu kommen kann ich,
die letzten drei Wochen betrachtend, nur sagen, dass alle
Erwartungen über den Haufen geworfen wurden, und wir alle mit einem
völlig neuen Bild von China, überwältigter als wir es uns hätten
jemals vorgestellt haben, nach Hause kommen. Ich hoffe, ich konnte
euch ein wenig von meinen Eindrücken aus diesem so unglaublich
fremden Land vermitteln und freue mich euch alle bald wieder zu
haben. viele liebe Grüße.
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